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Unsere Reise 2016 - Reisebericht

Freitag der 26.02.


Heute fliegen wir nach Hause, mit vielen neuen Eindrücken und mit der Überlegung, wie unsere Hilfe sinnvoll weitergehen kann.
Es steht fest, dass wir nur noch bis Mitte März Pakete schicken dürfen, da die neuen Zollbestimmungen alles andere nicht mehr zulassen. Aber wir haben auch überall erfahren,  dass diese Art der Hilfe so viel gebracht hat und für die Menschen gerade in den Dörfern sehr wertvoll ist. Momentan ein unlösbares Problem. 
Helfen können aber vielleicht gerade Sie:  Für die Kindererholung in Deutschland vom 23. Juni bis 14. Juli haben wir noch einige Plätze im Bus frei und es gibt Kinder, die dringend eine Erholung brauchen. Hierfür suchen wir noch Gastfamilien. 
Für nähere Informationen schreiben Sie uns an, wir nehmen gerne Kontakt mit Ihnen auf.
Wir Danken noch mal für jegliche Art der Unterstützung, ob in Deutschland oder Belarus. Wir haben wieder einmal erfahren, dass wir in kleinen Schritten vieles positiv verändern können und gemeinsam viel erreichen.

Donnerstag den 25.02.


Heute heißt es Abschied nehmen. Einige sind gekommen, um uns eine gute Reise zu wünschen.
Los geht die Fahrt in der wunderbaren Winterlandschaft. Nach 5 Stunden in Minsk angekommen gibt es nur noch Regen. Unterwegs haben wir noch einmal Kuscheltiere gekauft, für die Diabetes-Projekte. Sie sind als Belohnung gedacht für besonders tapfere Insulin-Spritzer. 
Nun müssen wir das Mietauto abgeben, sehr schmutzig aber ganz. Und eine letzte Besprechung mit den beiden Frauen der Stiftung „Freude den Kindern“. Einige Visa-Papiere konnten wir schon abgeben und hoffen, dass alles gut verläuft. 
Weiterhin haben wir über ein Treffen der Bundesarbeitsgemeinschaft Tschernobyl in Kassel gesprochen, an dem wir im März gemeinsam teilnehmen. Natürlich war auch unser anstehendes 25 jähriges Jubiläum Thema, zu dem wir auch einige Mitarbeiter der Stiftung erwarten. Auf ein großes deutsch-belarussisches Treffen freuen wir uns. 
Gute Partner, mit denen wir verläßlich zusammen arbeiten, sind bei dem was wir machen unerlässlich. Und eins hat unsere Reise auch diesmal wieder gezeigt, egal wo wir aktiv sind, in Minsk, in Gomel, in Wosnessenskij oder in Tschetschersk, die haben wir.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle. 
Gemeinsam haben wir so viel erreicht.

Bilder folgen.

Mittwoch den 24.02.


Unser letzter Tag im Dorf beginnt mit einer Besprechung. Was ist noch alles zu erledigen? 
Als erstes tauschen wir einen zu klein gewordenen Rollstuhl aus und bringen ihn zu einer neuen Familie nach Hause. Darüber sind wir sehr froh. Es funktioniert wie wir uns das vorgestellt haben. Was früher unmöglich erschien, ein zu klein gewordener Rollstuhl geht weiter, wo er gebraucht wird und ein größerer Neuer wird bestellt. Als nächstes treffen wir Kolja und Tanja. Sie leiten den Mädchenchor, der zu unserem Jubiläum nach Deutschland kommt. Alles Organisatorische konnten wir erledigen. Es ist nicht so einfach mit allen Papieren und Dokumenten für die Visa. Die Freude der beiden war riesengroß, nach dem wir Ihnen berichten konnten, dass sie am Freitag den 01. Juli in Betzdorf singen und am Sonntag den 03. Juli morgens die Heilige Messe in Heimbach-Weis mit gestalten und nachmittags 3 Auftritte bei uns in der Festhalle haben. Vieles konnte heute abgesprochen werden und so ist alles auf einem guten Weg. Wir freuen uns sehr auf das Wiedersehen in Deutschland.
Die Zeit vergeht im Flug, ein Besuch in der Schule und dem Kindergarten in Wosnessenskij steht an. 
Also wieder Auto laden für Projekte und darauf warten, was die Kinder für uns vorbereitet haben. Singen, tanzen, ein selbst geschriebenes Gedicht, wie immer spürt man die Freude der Kinder, von denen viele zu uns nach Deutschland zur Erholung kommen und die Dankbarkeit der Lehrer für unsere Unterstützung. 
Neue Fenster winddicht und gut isoliert, wurden Dank unserer Hilfe, in einer Klasse eingebaut.
Klangwand und Bastelmaterial wurden bewundert und sofort für die nächsten Unterrichtsstunden verplant.
Neue Wünsche und Projekte haben wir besprochen, aber noch nicht realisiert. Auch wir können nicht alle Träume erfüllen.
Das Abschiedsfest steht an, schon eine lieb gewordene Tradition. In einem Haus treffen sich alle, die in irgend einer Art und Weise mit uns zusammen arbeiten. Gutes Essen, Wodka, singen und Abschiedsschmerz. Viele Versprechen auf ein baldiges Wiedersehen. Und besonders schön, von allen Seiten hören wir, Ihr seid willkommen als Freunde auch ohne Hilfe und Projekte.

Bilder folgen.

 

Dienstag den 23.02.


An frühen Morgen machen wir uns auf den Weg nach Gomel, ein Besuch im Förderkindergarten, steht heute an. 
Wir werden schon voller Ungeduld erwartet.. Die Kinder haben ein wunderschönes Programm für uns eingeübt. Das ist wirklich toll und dann zeigt man uns, was aus den Materialien, die wir im Laufe des Jahres geschickt haben, alles so gebastelt und genäht wurde. Das ist beeindruckend vom Friseurumhang und der Kochschürze fürs Rollenspiel bis zu wunderschön gestalteten Bildern. 
Danach besichtigten wir den von uns im letzten Jahr auf den Weg gebrachten Ruheraum und gestalteten mit den Kindern zusammen einen Klangwand. Von ganz leisenTönen  bis zur höchsten Lärmstufe haben wir alles ausprobiert, was für ein Spaß für Jung und Alt. 
Anschließend besorgten wir noch, für unseren Besuch am nächsten Tag, Porzellan für die Schulküche. Gar nicht so leicht, es gab keine Möglichkeit, 30 gleiche Tassen und Teller zu kaufen, also wird das Porzellan bunt gemischt.

Bilder folgen.

 

 

Montag den 22.02.


Heute Morgen gab es eine Überraschung, es hat geschneit. Die Landschaft sieht wunderschön aus. 
Unser erster Weg führte uns zum Krankenhaus nach Tschetschersk. Wir hatten eine sehr lange Unterredung mit dem leitenden Arzt der Klinik, der auch die gesamte medizinische Betreuung des Kreises Tschetschersk leitet. Es hat uns gefreut zu hören, dass all unsere Hilfe im letzten Jahr unheimlich viel gebracht hat. Angefangen von der Bettwäsche bis hin zu medizinischen Hilfsmitteln und vielen anderen Dingen. 
Von dort ging es in die Einrichtung für behinderte Kinder. Welch eine große Freude konnten wir mit unseren Bastel- und Therapiesachen, die wir mitgebracht haben, dort machen.  Es ist  eine Freude zu sehen, was sie alles mit den Kindern daraus herstellen. 
Mit etwas Verspätung kam die Firma Workout aus Minsk mit dem sehnsüchtig erwarteten Treppenlifter. Welche eine Spannung, wird es so funktionieren wie wir es erhoffen? Es war einfach toll. Das erste Kind machte eine Probe und nach einer kurzen Schrecksekunde gab Jura nur noch wohlwollende Laute von sich. Nach kurzen Gesprächen war klar, wir wollen das auch noch heute im Altenheim ausprobieren.
Also machten wir uns sofort auf den Weg. Der Empfang dort war überaus herzlich. Alles was wir, per Paket, geschickt haben, war auch hier hilfreich. Nach anfänglicher Skepsis, was wir für ein seltsames Gerät mitgebracht haben, war die Freude, dass der Lifter auch hier hervorragend funktioniert, sehr groß.
Ärzte und Schwestern berichteten,  wie schwierig es für sie ist, die gehunfähigen, alten Menschen nach unten  zu bringen. Wir werden auch in Zukunft gerne weiter helfen und sind sehr froh, dass die Renovierungsarbeiten im Hause weiter gehen.
Nach diesem überaus erfolgreichen aber sehr anstrengenden Tag, gab es ein gemütliches Abendessen im Dorf unter Freunden.

Bilder folgen.

 

Sonntag den 21.02.


Was für ein wunderbarer Tag. Heute Morgen um 10 Uhr warteten über 60 Kinder in der Schule auf uns, um zu kochen. In Gruppen aufgeteilt ging es mit Spaß an die Arbeit .
Kürbissuppe mit selbst gebackenen Quarkbrötchen und Kräuterbutter  waren etwas ganz ausgefallenes und es hat geschmeckt. Als Überraschung für uns gab es von der im letzten Jahr gegründeten Kochgruppe eine belarussische Spezialität, mit viel Eifer gemacht und total lecker. Zum krönenden Abschluss wurden Unmengen von Waffeln gebacken und mit selbst hergestelltem Apfelmus und - welch eine Besonderheit in diesem Land - mit Sahne im wahrsten Sinne des Wortes verputzt. Nach einer kleinen Pause geht es gleich weiter mit Paketen auspacken und den Vorbereitungen für morgen

 

Samstag den 20.02.


Der heutige Tag verlief voller Emotionen. Wir wollten zu einer Familie mit einem schwerkranken Kind. Das Dorf war so abgelegen, dass wir es selbst mit Navi nicht finden konnten. Gott sei dank, konnte ein Nachbar der Familie uns hin leiten. Wir trafen auf Menschen, die ein schweres Schicksal tragen. Ihr Sohn Iwan, heute 10 Jahre alt, kam mit einem Sichelfuß zur Welt.  Bei  der Vorbereitung zur OP kam es zu einer schweren Infektion und seitdem ist er mehrfach behindert. Es fehlt an vielen Hilfsmitteln zur Pflege und Bewegung. Eine Badeliege hatten wir heute schon dabei und einen passenden Rollstuhl werden wir so schnell wie möglich besorgen. Ein Laufgestell, das dringend größenmäßig angepasst werden müsste, stellt auch uns vor ein organisatorisches Problem. Aber wir werden alles versuchen, eines zu besorgen. Am Ende unserer Besprechung gab es auch einiges zum Lachen, was für ein gutes Ende. Danach ging es zum Großeinkauf für das Schulkochen am Sonntag und mit vollbeladenem Auto kamen wir heute Abend endlich an unserem Hauptziel Wosnessenskij an

 

 

Freitag den 19.02.


Rückblickend auf unser Gespräch gestern Abend mit den Leiterinnen der Stiftung „Freude den Kindern“ haben wir viel Neues erfahren. Ab April ändern sich die Bestimmungen zur Paketversendung nach Weißrussland. Hierdurch wird der Weg der direkten Hilfe sehr erschwert wenn nicht ganz unmöglich. Wir haben aber auch auf ein erfolgreiches Jahr der Zusammenarbeit zurück geblickt.

Und weiter geht unsere Reise.
Frühstück, auschecken und um 8:00 Uhr Abfahrt nach Gomel.
Wir werden heute eine neue Einrichtung mit behinderten Kindern besuchen und hoffen sehr, dass wir auch hier in Zukunft helfen können.

 

Nach einer guten Fahrt sind wir mit einer kleinen Unterbrechung -  wir haben Stofftiere am Straßenrand gekauft für die verschiedenen Kindereinrichtungen - in Gomel angekommen.

Unser Besuch in dem Behindertenzentrum war sehr aufschlussreich und wir waren sofort davon überzeugt, dass wir hier  gerne helfen wollen. Der dringendste Wunsch sind Schienen, um die behinderten Kinder mit dem Rollstuhl ins Auto zu schieben. Wie überall wird dringend Material gebraucht, um die Kinder sinnvoll und fördernd zu beschäftigen. Mit einer Besprechung und einem guten Abendessen mit unseren Helfern vor Ort geht der Tag so langsam zu Ende.

 

Donnerstag den 18.02.


Unser erster Tag in Belarus begann sehr informativ und erfolgreich mit einem Gespräch in der Deutschen Botschaft Minsk mit dem Leiter der Visa-Stelle Herrn Florian Schrieverhoff. Wir haben die Zusage, dass die biometrischen Fingerabdrücke in Gomel abgenommenen werden und unsere aktiven Mithelfer vor Ort zur Jubiläumsfeier ein Frei-Visa bekommen, was für alle eine große Erleichterung ist. 
Anschließend führten wir ein Gespräch in der Stiftung „Freude den Kindern“, die uns in allem unterstützt und ein wertvoller Partner ist, über neue Diabetes-Projekte. Zusammen stimmten wir die Termine mit der Firma Workout ab, von denen der Treppenlifter für die Behinderteneinrichtung in Tschetschersk ausgeliefert wird. Wir hoffen, dass er soviel Erleichterung bringt, wie wir es uns vorstellen. 
Die Zeit läuft: Mietwagen abholen und vorbereiten auf die nächsten Gespräche, die gleich anstehen

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